Anwendung

SENNEX® Elektrochemotherapie ist ein Therapieverfahren (Krebs-Therapie) für kutane und subkutane maligne Tumore mittels Elektroporation über zertifizierte Elektroden. Das Verfahren ist mit einer lokalen Chemotherapie verbunden.

 

1. Bei der Elektochemotherapie mit SENNEX® wird ein Chemotherapeutikum um den Tumor injiziert.

Phase 1 in Sennex-Electrochemotherapy

 2. Anschließend werden die Elektroden an die betroffene Stelle gesetzt und für Sekundenbruchteile unter elektrische Spannung gesetzt. Wichtig ist dabei, dass das elektrische Feld den Tumor vollständig umgibt.

phase 2 in Sennex Electrochemotherapy

 3. Als Reaktion auf die angelegte Spannung mit präzise berechneter Spannungshöhe und Impulsdauer bilden sich in der äußeren Hülle der Krebszellen kleine Poren, die zwar nach kurzer Zeit wieder verschwinden, in der Zwischenzeit jedoch dem Wirkstoff den Zugang zum Zellinneren ermöglichen.

Phase 3 in Sennex Electrochemotherapy

 4. Nachdem sich die Poren wieder geschlossen haben kann das Chemotherapeutikum seine Wirkung optimal entfalten und die Tumorzelle abtöten.

Phase 4 in Sennex Electrochemotherapy

 

Eine Sitzung dauert ungefähr 30 Minuten und erfolgt entweder unter örtlicher Betäubung oder, je nach Umfang der Anwendung, unter Vollnarkose.

Die behandelte Stelle wird fachmännisch abgedeckt. Um Infektionen zu vermeiden muss der Verband regelmäßig erneuert werden. Es ist sinnvoll, den Verbandswechsel von einem Arzt vornehmen zu lassen. Sollte eine Infektion festgestellt werden, kann eine Antibiotikatherapie erforderlich sein

Die Elektrochemotherapie ist eine hochwirksame Therapie, daher können auch begleitende Wirkungen auftreten. Ein temporäres Wärmeempfinden im behandlten Bereich ist ebenso möglich, wie das Auftreten von Pigmentveränderungen an der behandelten Stelle.

Während der Behandlung ist die zu behandelnde Stelle zwar betäubt und damit schmerzunempfindlich. Im Nachgang können Schmerzen jedoch nicht ausgeschlossen werden, es handelt sich schließlich um einen (kleinen) Eingriff. Je nach Schmerzemfindlichkeit kann eine zeitlich begrenzte Verschreibung von Schmerzmitteln erforderlich sein.

Es wurde auch bei ECT schon von Übelkeit nach der Anwendung berichtet, hier muss der Arzt die Ursache klären und behandlen, da die Ursache von Übelkeit ebenfalls individuell ist.

In seltenen Fällen kann sich eine allergische Reaktion auf das verwendete Chemotherapeutikum zeigen und auch das Auftreten einer Lungenfibrose mit Kurzatmigkeit ist nicht ausgeschlossen. Sollte Ihr Arzt eine solche Reaktion bei Ihnen befürchten wird er entsprechende Tests bei Ihnen machen und entsprechend handeln.